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Farbtherapie
Therapie mit Zukunft.

Farbtherapie ist ein alternativ-medizinische Therapieform und bietet vielfälltige Anwendungsmöglichkeiten.
Farbtherapie ist eine anerkannte alternativ-medizinische Therapieform, die sich der Schwingungsenergien des Lichts und der Farben bedient. Farbtherapie basiert auf der Erkenntnis, dass Farben nicht nur visuelle Reize sind, sondern nachweislich Schwingungen und Frequenzen besitzen, die auf physischer und psychischer Ebene wirken und somit ganzheitlich im Gesundheitswesen eingesetzt werden kann.
Farbtherapie ist eine komplementärtherapeutische Methode, keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnostik, Therapie, Psychotherapie oder psychologische Beratung und stellt keine medizinischen Diagnosen. Ziel ist nicht die Behandlung von Krankheiten, sondern die Begleitung in einem körper- und prozessorientierten therapeutischen Prozess. Farbtherapie ist keine esoterische Heilmethode und gibt keine Heilversprechen ab. Sie geht nicht davon aus, dass Farben bei allen Menschen gleich wirken. Sie beschränkt sich nicht auf farbiges Licht, Geräte oder Brillen. Farben und Licht sind therapeutische Impulse, deren Bedeutung und Wirkung sich im individuellen Erleben und im therapeutischen Prozess entfalten. Der Nutzen entsteht durch Wahrnehmung, therapeutische Beziehung, Prozessbegleitung und Integration der Erfahrungen.
Geschichte der FarbtherapieDie Farbtherapie ist eine der ältesten ganzheitlichen Behandlungsmethoden. Sie basiert ursprünglich auf der heilenden Wirkung des Sonnenlichts. Die Azteken, Mayas und Ägypter verehrten die Sonne als etwas Göttliches und schrieben ihr übernatürliche Heilkräfte zu. In allen alten Kulturen wurden Licht & Farben zur Linderung von Beschwerden eingesetzt.Später setzte sich die Erkenntnis durch, dass die einzelnen Farben jeweils spezifische Wirkungen besitzen. Vielfach wurden ihnen daher auch Götter zugeordnet. In Ägypten z. B. brachte man Rot mit Amun, Gelb mit Horus, Grün mit Osiris und Blau mit Anubis in Verbindung. Die Ägypter bauten zu diesem Zweck Farbtempel mit sieben Räumen, die jeweils in einer anderen Farbe gehalten waren. Je nachdem, welche Farbe der Kranke benötigte, wurde er in einen dieser Räume gebracht, um dort ein heilsames Farbbad zu nehmen. Berichten zufolge liess sich die um 1350 v. Chr. lebende Nofretete (königliche Gemahlin Echnatons) von ihrem Hofmedicus Badeöle in verschiedenen Farben zuzubereiten, um dadurch ihr Wohlbefinden und ihre Schönheit zu steigern. Anregende Bäder sollen purpurn gefärbt worden sein, beruhigende grün oder blau. Auch die alten Chinesen setzten Farben zu therapeutischen Zwecken ein. Sie bestrichen beispielsweise Darmkranke mit Gelb und liessen das Licht durch gelbe Vorhänge ins Zimmer dringen. Epileptiker setzten sie auf violette Teppiche und verhängten die Fenster mit violetten Schleiern. Scharlachkranke wickelten sie in rote Gewänder, brachten sie in einen mit roten Tüchern ausgeschlagenen Raum und bestrahlten sie mit rotem Licht. Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean. (Isaak Newton)Sir Isaak Newton (1642-1726) war ein herausragendes Genie seiner Zeit. Am besten bekannt durch die Begründung des Gravitationsgesetzes. Er experimentierte aber auch mit Licht und Farben. Er liess weisses Licht durch ein Prisma fliessen. Am Austrittspunkt teilte sich das Licht in die sieben Spektralfarben. Er bewies damit, dass im hellen Sonnenlicht alle Farben enthalten sind. Gleichzeitig erklärte er uns auch ein atemberaubendes Naturspektakel, den Regenbogen. In Millionen von Wassertropfen bricht sich das Licht und wir können nur staunend zusehen. Im europäischen Kulturkreis war der Dichter Johann Wolfgang von Goethe einer der ersten, der sich intensiv mit der Wirkung der Farben auf die menschliche Psyche beschäftigte. 1810 erschien sein Buch „Zur Farbenlehre“. Er betrachtete dies als sein Lebenswerk und hielt es für noch bedeutungsvoller als seine literarischen Schriften. Goethe beschäftigte sich auch intensiv mit der Wirkung der Farben auf die menschliche Psyche. Er war einer der ersten, der die Farben in Grund- und Sekundärfarben einteilte, der warme und kalte Farben definierte. Dr. med. Edwin Dwight Babbitt (1828-1905) war einer der ersten Farblicht-Therapeuten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Er entwickelte eine Reihe von Gerätschaften, um Sonnenlicht in Farblicht zu verwandeln und publizierte 1878 das umfangreiche Werk "The Principles of Light and Color". Die durch seine neue Behandlungsmethode erzielten Heilerfolge verliehen der Farbtherapie damals grosse Popularität und weckte ein breites Interesse in der Medizin. Dinshah P. Ghadiali (1873-1966) ist schon in jungen Jahren mit den Möglichkeiten der Elektrizität in Kontakt gekommen. Er war allerdings nicht nur technisch hochbegabt, sondern auch auf dem Gebiet der Heilkunde tätig. Als Dinshah die schwer kranke Tochter eines Geschäftskollegen behandeln sollte, erinnerte er sich an die Arbeiten und Erfolge von Babbitt, der bei einer solchen Erkrankung zur Bestrahlung mit indigofarbenem Licht gegriffen hätte. Also besorgte sich Dinshah eine Kerosinlampe als Lichtquelle, vor die er eine indigofarbene Glasflasche befestigte. Damit bestrahlte er seine junge Patientin, die sich unter dieser Therapie zusehends erholte. Das war die Geburtsstunde der Spektro-Chrom-Therapie. Dieser Heilungserfolg ließ Dinshah nicht mehr ruhen, da er wissenschaftlich verstehen wollte, warum einfaches farbiges Licht einen solch durchschlagenden Erfolg zeigen kann. Also widmete er sich fortan der Entwicklung und Erforschung der Farblicht-Therapie, wobei ihm der wissenschaftliche Ansatz sehr wichtig war. Professor Niels Ryberg Finsen (1860-1904) erhielt am 10. Dezember 1903 den Nobelpreis für Medizin in Anerkennung seines Beitrags an der Behandlung von Krankheiten mit konzentrierter Lichtstrahlung. Mit seinen Forschungen setzte er die Grundlage für die Lichttherapie gegen Tuberkulose, die erfolgreich in den Alpen durchgeführt wurde. Gleichzeitig wies er nach, dass Farben eigenständige Kräfte sind und spezifische Farbschwingungen den menschlichen Körper wie auch die Psyche zu gewissen Reaktionen veranlassen. Alexander Flemming (1881 – 1955) bemerkte zufällig am 28. September 1928 im Labor, wie Schimmelpilze der Gattung Penicillium, die in eine seiner Staphylokokken-Kulturen hineingeraten waren, eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien hatten. Weitere Untersuchungen führten später zum Antibiotikum Penicillin. Für die damalige Zeit war das zu Recht ein grosser Segen. Leider wurden viele Naturheilverfahren wie auch die Farblicht-Therapie verdrängt und sind in Vergessenheit geraten. In den letzten 100 Jahren ist viel passiert. Leider wurde das Antibiotikum oft missbraucht. Dadurch fand es sich in unserer Nahrungskette wieder. Die schädlichen Viren und Bakterien werden immer resistenter gegen diese Medizin und der Heilungserfolg setzt aus. Vielleicht ist jetzt die Zeit reif, um sich den Forschungen über Farben und Licht und deren Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele zu erinnern und im Gesundheitsbereich neu zu integrieren. Die Zeichen stehen gut, denn immer mehr Menschen werden sich bewusst, wie wichtig Farben und Licht für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit sind und nutzen gezielt deren heilenden Kräfte.
Der Fachverband Farbtherapie Schweiz legt Qualitätsstandards für Farbtherapeut:innen fest und überwacht deren Einhaltung. Alle Mitglieder des Verbandes haben eine qualitativ hochstehende Ausbildung in Farbtherapie und folgen den ethischen Richtlinien des Verbandes.
Unabhängig von der späteren Spezialisierung sollten alle Absolventinnen mindestens folgende Kompetenzen besitzen:FachkompetenzFarbenlehreLichtphysiologieWahrnehmungspsychologieGesundheitsverständnisMethodik der FarbtherapieProzesskompetenzSie kannProzesse begleitenRessourcen erkennenSelbstregulation fördernVeränderungen beobachtenInterventionen anpassenBeziehungskompetenzSie kanntherapeutische Gespräche führenzuhörenempathisch begleitenGrenzen setzenprofessionell dokumentierenSicherheitskompetenzSie erkenntKontraindikationenKrisensituationeneigene Grenzenund weiss,wann eine Weiterweisung notwendig ist.ReflexionskompetenzSie reflektierteigenes HandelnWirkung der Interventiontherapeutische Beziehungpersönliche Grenzenregelmässig.Die gegenwärtigen Ausbildungsgänge decken die Förderung dieser Kompetenzen nur teilweise ab, da die Ausbildungsinstitute auf einem einjährigen Programm basieren. Der Fachverband verfolgt jedoch das Ziel, die Förderung dieser Kompetenzen zu intensivieren.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Farbtherapie als alternative Therapiemethode betrachtet wird und nicht den Ersatz für eine medizinische oder psychologische Behandlung darstellt. Jeder Farbtherapeut ist bestrebt, Hand in Hand mit anderen medizinischen und therapeutischen Ansätzen zu agieren.
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